Besuch der Fa. Miraplast in Würmla und der Fa. Praskac in Tulln am 22.04.2026
Am Mittwoch, dem 22.April fuhren wir mit einem Bus der Firma Schneider zuerst nach Würmla, um uns in der Firma Miraplast über den Werdegang vieler Küchenutensilien zu informieren. Dabei haben wir erfahren, dass dort nicht nur mit Plastik gearbeitet wird, nein, ein großer Teil der Arbeit erfolgt mit Stahl. Da die Plastikartikel im Spritzgussverfahren hergestellt werden, benötigt man auch die entsprechenden Spritzgussformen dafür. Und diese werden direkt in der Firma selbst hergestellt. Von der ersten Idee zu einer neuen Plastikform bis zur Produktion vergeht ungefähr ein halbes Jahr. Die Firma wurde 1964 in Wien Simmering gegründet und musste relativ rasch wegen Platzmangels nach einem neuen Platz suchen, den sie dann in Würmla gefunden haben. Neben der Fabrik in Würmla gibt es noch eine Tochterfirma in Ungarn. Die Artikel von Miraplast werden in die ganze Welt exportiert, zum Beispiel kennt jeder die Klemmschellen für Stromleitungen, die bei der Firma Miraplast erzeugt werden. In der Küche verwenden wir ebenfalls viele der dort erzeugten Artikel. Wir sind in der „Schatzkammer“ der Firma gestanden – dort werden die Spritzgussformen gelagert, die ziemlich teuer sind, besonders die großen Formen. Die Herstellung eines Artikels dauert je nach Größe unterschiedlich lange, von wenigen Sekunden bis zu 2 oder mehr Minuten. Von kleinen Artikeln können viele gleichzeitig erzeugt werden, von großen immer nur einer.
Am Fabriksdach wird Sonnenstrom erzeugt, der ca. 30% des Bedarfs abdecken kann. Alle Plastikabfälle, die während der Produktion entstehen, werden direkt wieder weiterverwendet. Das Kühlwasser, das die frisch gespritzten Erzeugnisse abkühlt wird zur Heizung verwendet. So wird nicht nur Geld gespart sondern auch CO². Da die Kunststoffe wie Polypropylen aus Erdöl erzeugt werden sucht die Firma nach Alternativen dazu. Die MiraGreen-Produkte werden aus Pflanzenresten hergestellt, die bei der Zuckerrohrverarbeitung anfallen. Diese Artikel aus dem Green-Sortiment sind genauso langlebig wie alle anderen MiraHome-Produkte und zu 100% recycelbar, aber nicht biologisch abbaubar.
Die Führung durch die Firma endete vor dem Shop mit der Ausgabe von jeweils einem 2€-Gutscheines an jeden von uns. Und dann haben wir im Einkaufsparadies unseren Bedarf an neuen Artikeln gedeckt.
Anschließend genossen wir unser Mittagessen im Tullnerfelderhof. Nach der Pause ging es weiter zur Firma Praskac. Dort wurden wir von einem Mitarbeiter empfangen, der uns zu einem Traktorgespann geführt hat und ab ging die Fahrt über das Außengelände, das eine Fläche von ca. 80ha umfasst. 5 Generationen von Gärtnern haben die Firma zu dem gemacht was sie heute ist. In der Baumschule werden alle Bäume immer wieder umgepflanzt, auch ganz große und relativ alte Bäume. Dadurch kann man auch sehr hohe Bäume kaufen, liefern und zur perfekten Zeit einpflanzen lassen. Es werden viele Pflanzen dort selbst gezüchtet, veredelt und durch Stecklinge vermehrt, was den Vorteil hat, dass sie an das Klima in Österreich gewöhnt sind und deshalb auch gut gedeihen werden.
Nach der Rundfahrt ging es dann ins Pflanzencenter wo wir nach Herzenslust gestöbert und eingekauft haben. Nachdem wir dort unser Geld gelassen haben und dafür den Kofferraum des Busses mit den diversen Pflanzen gefüllt haben, waren wir wieder reif für eine Stärkung. Deshalb ging es zum Lavendelheurigen der Familie Piller in Unterdürnbach bei Limberg, einem sehr schönen Familienbetrieb, der weiter empfohlen werden kann.



